Am Sonntag, 31.08.2026 haben Elisabeth und ich sportliches Neuland betreten: Beim Arendsee SwimRun in Sachsen-Anhalt gingen wir zum ersten Mal bei einem SwimRun an den Start. Eigentlich kommen wir beide aus dem Triathlon – umso gespannter waren wir darauf, wie sich diese etwas andere Kombination aus Schwimmen und Laufen anfühlen würde.
Aber was ist eigentlich SwimRun?
Anders als beim Triathlon gibt es beim SwimRun keine klar voneinander getrennten Disziplinen mit einer Wechselzone. Stattdessen wechseln sich Schwimmen und Laufen immer wieder ab – und die gesamte Ausrüstung wird von Anfang bis Ende mitgenommen. Man läuft also mit Neoprenanzug und schwimmt mit Laufschuhen.
Da die Schuhe beim Schwimmen zusätzlichen Widerstand verursachen und die Beine schwerer machen, sind beim SwimRun verschiedene Hilfsmittel erlaubt. Dazu gehören beispielsweise ein Pullbuoy, der für zusätzlichen Auftrieb an den Beinen sorgt, sowie Paddles, mit denen der Armzug beim Schwimmen unterstützt werden kann.
Für uns kam noch eine weitere Besonderheit hinzu: Wir starteten als Team. Dabei geht es tatsächlich darum, den gesamten Wettkampf gemeinsam zu absolvieren. Die beiden Teammitglieder dürfen sich maximal zehn Meter voneinander entfernen. Egal ob beim Schwimmen oder beim Laufen – man bleibt zusammen, stimmt sein Tempo aufeinander ab und unterstützt sich gegenseitig.
Einmal rund um den Arendsee
Wir hatten uns für die Sprint-Distanz entschieden. Insgesamt lagen 10,55 Kilometer vor uns – davon 2,35 Kilometer Schwimmen und 8,2 Kilometer Laufen. Die Strecke führte uns einmal rund um den Arendsee, wobei sich die Schwimm- und Laufpassagen immer wieder abwechselten.
Gestartet wurde direkt mit dem ersten Schwimmabschnitt. Danach ging es an Land auf die Laufstrecke, anschließend wieder ins Wasser – insgesamt absolvierten wir fünf Schwimm- und fünf Laufabschnitte. Durch die vielen Wechsel und die unterschiedlichen Streckenabschnitte fühlten sich die 10,55 Kilometer dabei deutlich abwechslungsreicher an als ein klassischer Lauf- oder Triathlonwettkampf.
Für unsere SwimRun-Premiere bekamen wir zudem gleich die volle Herausforderung geboten. Starker Wind und zum Teil sehr hohe Wellen und Strömung verlangten uns auf den Schwimmstrecken einiges ab. Auch an Land blieb kaum Zeit zum Durchatmen: Die Laufstrecke rund um den See war wellig und anspruchsvoll. Gerade die Kombination aus den schwierigen Bedingungen auf dem Wasser, dem profilierten Laufkurs und den ständigen Wechseln machte den Wettkampf zu einer schönen Herausforderung.
Die Entscheidung auf den letzten Metern
Die Entscheidung um den Sieg fiel schließlich erst auf den letzten Abschnitten. Mit einem schnellen letzten Lauf konnten wir entscheidend Boden gutmachen. Auch beim abschließenden Schwimmen mobilisierten wir noch einmal alle Kräfte und konnten uns schließlich an die Spitze setzen und den 1. Platz in der Teamwertung erreichen. 🥇
Mindestens genauso in Erinnerung bleiben wird uns aber die Veranstaltung selbst. Der Arendsee SwimRun war eine wunderschöne, familiäre und herzliche Veranstaltung, bei der der Spaß am gemeinsamen Sport deutlich zu spüren war.
Nach dieser Premiere steht für Elisabeth und mich deshalb fest: Das war ganz bestimmt nicht unser letzter SwimRun. 🏊♀️🏃♀️
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.